Konfirmandenprojekt Zeitensprünge 2007: Gegen das Vergessen II

Unaufgearbeitetes Material aus dem Projekt „Gegen das Vergessen I“ sollte nun vervollständigt werden. Neue Fragestellungen, die sich aus dem ersten Projekt ergeben hatten, wurden bearbeitet. Das waren vor allem Fragen nach dem Beginn des Nationalsozialismus in unserer Kleinstadt und wie nach dem Kriegsende damit umgegangen wurde.

Im Vorfeld hatten wir Namen von Lommatzscher Bürgern gesammelt, die nach dem Ende des Krieges wahrscheinlich im Speziallager Bautzen interniert waren. Als Konfirmandengruppe waren wir in Bautzen und haben mit einer Museumspädagogin die Gedenkstätte Karnickelberg, Ausstellung und Dokumentationszentrum besucht. Im Dokumentationszentrum haben wir nach Namen gesucht und unter Mithilfe der Mitarbeiter der Gedenkstätte gefunden.

Zu Hause haben wir uns mit dem System der Speziallager besch äftigt, den Bedingungen im Lager, den Gründen für Verurteilungen und wie die Verurteilungen durchgeführt wurden. Dazu haben wir Angehörige befragt. Bei zwei Personen ist uns das gelungen. In diesem Zusammenhang sind wir auf eine Gruppe von Lommatzscher Bürgern gestoßen, die in einem Internierungslager waren. Wir konnten zwei Angehörige von Zeitzeugen befragen und in unserer Dokumentation vorstellen.

Um die Anfänge des Nationalsozialismus in unserer Stadt zu erkunden, haben wir den Lommatzscher Anzeiger in zwei Zeitspannen durchgesehen: Januar bis März 33 und Januar bis März 34. Die Zeitungsausschnitte haben wir dokumentiert. In diesem Zusammenhang haben wir altes Filmmaterial gefunden, dies haben wir digitalisieren lassen und können es in einer DVD präsentieren.
Während unserer Arbeit haben wir Fundstücke gesammelt und dazu Recherchen angestellt.
Im Zuge der Erkundungen des Beginns der NS-Zeit haben wir unser Kirchenarchiv untersucht und haben zum Thema „Gleichschaltung“ der christlichen Jugend gearbeitet. Dies ist in die Dokumentation aufgenommen worden.

Eine Gruppe von 3 älteren Jugendlichen hat dann die Umsetzung der Dokumentation in die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ umgesetzt. 10 Bildtafeln sind entstanden, dazu jeweils immer eine Dokumentation und die Fundstücke. Eine Leseprobe der Dokumentation finden sie hier.

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